Wenn man sich intensiver mit dem Erstellen von Songs beschäftigt, kommt man schnell an einen Punkt, an dem es schwierig wird, viele unterschiedliche Projektideen unter einen Hut zu bringen und konsistent weiterzuentwickeln.
Nicht nur die Ideen wollen festgehalten werden, insbesondere auch beim Texten, wo man immer wieder Varianten umbaut, verwirft, neu hinzunimmt und so im Laufe mehrerer Iterationen den fertigen Text baut, wäre es oftmals hilfreich, den Verlauf und wichtige Zwischenschritte immer irgendwo gesichert zu haben. Gerade auch wenn man, wie ich, viel KI einsetzt im gesamten Entwicklungsprozess, dazu noch sehr viel Hintergrundinformationen verwalten muss, die auch konsistent bleiben muss, wird es sehr schnell sehr unübersichtlich.
Leider haben die meisten verfügbaren KI-Modelle kaum brauchbar persistenten Speicher. ChatGPT z.B. kann innerhalb eines Projektes ein paar Rahmenbedingungen abspeichern, für konsistente Songerstellung in Albumgröße reicht das aber nicht.
Anhand der Idee, das „Gedächtnis“ der KI einfach auszulagern, entstand ein Workflow, den ich hier einmal vorstellen möchte, weil er evtl. dem einen oder anderen das Leben erleichtern kann.
Der Workflow besteht im Grunde genommen einfach darin, die KI (hier OpenAI / ChatGPT) mit einem github Repository zu verbinden, in welchem die Informationen gespeichert werden. Um eine persistente Sicherung dieser Daten auf einer eigenen Festplatte zu haben, wird dieses github zusätzlich regelmässig mit meinem NAS synchronisiert. Auf diesem Wege ist es auch auf einfachem Wege möglich, binäre Daten (Bilder, Stems etc.) mit in das Repository zu integrieren, und zwar am Ende sogar mobil und zu Hause am Desktop.
Alles was es dafür braucht ist ein github repository (auf „private“ gestellt, damit es nicht öffentlich einsehbar ist), einen github Connector als Plugin in eurer KI (für openai, ChatGPT,Claude gibt es solche) und ggf. ein NAS mit einem einfachen Synchronisationsskript, um per cronjob oder Aufgabentimer alle x Minuten mit dem github zu synchronisieren (in beide RIchtungen)

Das hier ist nur ein Bruchteil des mittlerweile komplexen Workflows für mein Projekt, das neben Musik noch verschiedene andere Medien, Aktionen, Kampagnen etc. beinhalten wird. Eine Vielzahl an Informationen, die ich anders gar nicht mehr bewältigen könnte.
Jetzt genügt es, in meiner KI zu schreiben “ Ich habe eine Songidee zum Thema „Gummibärchen“ – bitte hinterlege im Ideenarchiv die folgenden Informationen dazu und konsolidiere den Stand mit dem github“ und die KI macht den gesamten Rest.
Genauso kann ich Songs aus dem Ideenpool in die aktive Arbeit (WIP = Work in progress) überführen, die Änderungen, Zwischenstände, Evolution der Songs beobachten und am Ende auch die Releaseplanung, Streamzahlenüberwachung, Feedbacks durch Communities etc. , Promoaktionen und alles, was noch drum herum passiert jederzeit abspeichern, auslesen, ändern lassen. Das meiste davon sogar vollautomatisch während der Bearbeitung. Am Ende reicht ein einfaches „konsolidieren“ und die KI gleicht alle Änderungen vollautomatisch ab.
Binäre Dateien können auf diesem Wege nicht von der KI direkt eingespeichert werden, also wenn ihr z.B. Coverart ebenfalls über KI erstellt habt, müsst ihr diese erst von dort herunterladen und dann manuell entweder direkt in github oder in meinem Falle in den lokalen Dateispiegel kopieren, wo er dann nach 5 Minuten mit dem github synchronisiert wird.
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